Monatskarten

Im November 2017 bin ich von Einzelfahrscheinen auf das Berlin Ticket S umgestiegen, weil ich nach der zweiten Bestrahlungswelle meine Fitness etwas mehr trainieren wollte, da Krebs ja keine einfache Erkrankung ist und die Behandlung Nebenwirkungen hinterlässt. Bitte nie vergessen: mein Vater Günter hat zwei Brüder und eine Schwester. Für das Leben meiner Cousinen und deren Familien bin ich nicht verantwortlich.

Zusammen mit meinem damaligen Mann habe ich damals in der Fahrschule Ray oder Rennmäuse Fahrstunden genommen, allerdings durch meine schwerkranke Mutter abgebrochen. Ich gebe zu, dass das noch immer etwas schwer im Magen liegt, dass ich möglicherweise von jemand beobachtet wurde, wie ich meine Mutter im Krankenhaus Moabit von der Arbeit abgeholt habe.

Für diejenigen, die noch immer keine Lust haben, sich mit den Monatskarten in Berlin auseinanderzusetzen und was man alles damit darf, ist hier der Überblick über meine Monatskarten seit November 2017 (wie schon gefühlt 100mal gepostet).

Übrigens wird man mit meinen manchmal grauen Haaren leben müssen. Dafür, dass meine Haare grau sind, liegt die Verantwortung bei Chemotherapien mit dem Wirkstoff Epirubicin und anderen Mitteln (erhalten: onkologische Schwerpunktpraxis Tiergarten – Rathenower Straße 5). Eine Reparatur der Farbpigmente ist ausgeschlossen. Das Tönen ist mir maximal alle zwei Wochen möglich – manchmal werde ich jedoch auch durch andere Einflüsse am Tönen gehindert – leider bin ich darauf erst nach über 15 Jahren aufmerksam geworden. Wieso man mich nicht schon 15 Jahren angesprochen hat, dass sich scheinbar manche an grauen Haaren stören, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich habe mich inzwischen mehrfach erkundigt: am Stand von 2002 hat sich mit Tönen etwa alle 10 bis 14 Tage nichts geändert. Ich habe inzwischen herausgefunden, dass es etwas neues gibt und werde mir das in den nächsten Tagen zulegen, damit die grauen Haare auf ein Minimum reduziert werden.

Silvester habe ich in Hamburg auf dem Hauptbahnhof verbracht, von dort den Twittermarathon (göttlich die Geschichte mit der Schwiegermutter – es ist nicht gut, zuviel auf die Fantasiewelt zu hören) der Berliner Polizei verfolgt und habe die Momente der positiven Veränderungen mehr denn je genossen, da ich mich mitten in der zweiten Krebsbehandlung befinde.

Ich mache solche Fahrten zu Silvester ganz gern, da sie einem viel über das Jahr erzählen, dass an diesem Tag zu Ende geht, auch wenn man wieder etwas kälter in das nächste Jahr startet. Immerhin habe ich seit mehr als 24 Monaten die Monatskarte.

Hier ist noch der Eindruck, was mit dem Berlin-Ticket S alles erlaubt ist – die ODEG und die NEB gehören zum VBB, sodass die Fahrscheine auch dort gelten (Ja, auch der Erwerb von Anschlussfahrscheinen ist möglich!!!)