Krebserkrankung – Prävention

Die heutige Zeit ist kommunikativer denn je veranlagt. Schnell werden Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die dies nicht annähernd erwarten würde. Zusammenhängen kann dies schon damit, wenn das private und kollegiale Umfeld groß ausfällt. 

Offenbar gilt dies auch für Krebskranke, die in der Regel eine Vielzahl von Arztbesuchen haben. Dabei kommt es natürlich darauf an, für welche Therapieform oder -formen sich die behandelnden Ärzte entscheiden. Doch weiß nicht jeder, auch wenn ein Arztschild am Haus hängt, dass man diese Arztpraxis aufsucht. Ein Beispiel:

Während meiner ersten Krebserkrankung erhielt ich im Zeitraum von August 2002 bis Juli 2004 alle vier Wochen je eine Spritze vom Typ Zoladex. Dieses Attest bestätigt, dass alle vier Wochen ein Arztbesuch erforderlich war. Da ich die erste Spritze an einem Freitag erhielt, mussten die Folge-Spritzen auch einem Freitag gegeben werden. Regelmäßig musste ich dadurch meinen Dienst früher beenden. Für mich war es seinerzeit das normalste der Welt, wenn ich in meine Praxis ging, um mir diese Spritze abzuholen: 

Wenn man selber nicht im Internet vertreten ist, bekommt man vieles nicht mit. Bei einer Krebserkrankung hat man auch alles andere zu tun als sich um die verschiedenen Welten im Internet zu kümmern. Jedenfalls ging das mir so. Gerade eine Ersterkrankung mit Krebs nimmt einen Patienten/eine Patientin gesundheitlich und auch emotional sehr stark in Anspruch. Arztbesuche, die für einen völlig normal sind, müssen dies nicht für andere Menschen sein. Sie sehen schließlich nicht, dass man eine Arztpraxis aufsucht. Nur Krebspatrienten sehen das im Moment ihrer Behandlung nicht. Ihnen fällt nicht auf, dass sich andere über die Arztbesuche Gedanken machen könnten.

An dieser Stelle können Angehörige von Krebskranken hilfreich ins Geschehen eingreifen, um Stresssituationen für Krebspatienten vor und nach der Behandlung zu reduzieren oder zu vermeiden. Steht eine medizinische Behandlung an, bei der mit bis zu 60 Arztbesuchen in den ersten Jahren zu rechnen ist, suchen Sie sich Hilfe, damit es nicht zu negativen Begleiterscheinungen kommt. In der heutigen Zeit, in der Menschen misstrauischer werden, könnten diese bei häufigen Besuchen einer Person in einem Haus „nervös“ werden. Um dies zu vermeiden, kann man sich Hilfe suchen. Kennen Sie einen Polizisten? Dann reden Sie mit ihm und erklären Sie ihm die Situation, um den richtigen Weg zu finden, wie Sie mit dieser Situation umgehen den Patienten schützen können. Schließlich kommen allein schon bei einer Strahlentherapie mitunter 30 bis 35 Besuche auf den Patienten zu. Dabei ist zu beachten, dass die Strahlentherapie in der Regel Patienten in ein Krankenhaus führt Dies sind meine Strahlenpässe aus 2002 und 2016/2017.