Hinweis Praxis

Eigentlich ist es doch sehr erschreckend, über was für Dinge man sich Gedanken muss – wie beispielsweise das Thema Fantasie. Da erkrankt man ein zweites Mal an Krebs und erhofft sich, dass mal jemand aus dem Umfeld einen während der Krebserkrankung besuchen kommt. Man wird immer ruhiger als man feststellt, wer wirklich in dieser Zeit zu einem hält – nicht die, von denen man es sich erhofft hat.

Eines Tages fängt man an, sich über ein paar komische Verhaltensweisen zu wundern. Ja, was denken eigentlich diejenigen, wenn man häufig in einer Region auftaucht, in der sich ein Gefängnis befindet. Gehen Sie nicht davon aus, das man sich auch aus anderen Gründen in dem Gebiet aufhält oder dichtet man einem gleich etwas Schlechtes an? Seit dem Jahr 2001 befinde ich mich gegen Krebs in Behandlung. Dies kann an den unterschiedlichsten Orten geschehen – in meinem Fall handelt es sich um eine onkologische Schwerpunktpraxis. Den Pass dazu habe ich ja schon oft genug gepostet. Ist man denn überhaupt allein auf die Idee gekommen, sich einmal mit diesem Pass auseinanderzusetzen? Dies ist mein Patientenpass – diesmal mit Rückseite! Ich kann nicht mehr viel beruflich machen – doch was ich habe möchte ich wenigstens behalten! ?

Hier ein Laborblatt aus dem Jahr, in dem ich meine Chemotherapien erhalten habe: 

Hier ein Befund aus der ersten Krebserkrankung: 

Zwei Befunde aus der zweiten Krebsbehandlung: 

Nach den letzten Jahren steht für mich fest, dass ich meine Domains natürlich weiter so optimiere, dass alles ein wenig einfacher wird. Immerhin scheint ja das einzige Problem die Lage meiner behandelnden onkologischen Praxis zu sein. Nur bleibt für mich das Fazit: In Krankheit allein, im Krankenhaus allein, Ostern, Silvester, Pfingsten, Weihnachten allein, Geburtstag allein, Adventszeit allein, Therapie allein – häufig sehe ich mit an, wie andere Frauen von einem Partner zu ihren Arztterminen begleitet werden. Nur mich lässt man alleine – allen Ernstes wirklich nur deshalb, weil sich gegenüber der Praxis ein Gefängnis befindet und wegen dem Hörensagen, weil irgendjemand vielleicht etwas nicht nachgeprüftes behauptet? Warum glaubt man eigentlich dem Gerede mehr und versucht nicht mal die Wahrheit herauszufinden. So traurig wie ich darum gebracht worden bin, jemals wieder ein zweites dauerhaftes Liebesglück zu erfahren. Zumindest kann ich sagen, dass ich 15 Jahre verheiratet war. Der einzige Vorteil bei dieser traurigen Geschichte ist, dass ich endlich weiß, warum ich niemals ein eigenes Kind in den Armen halten durfte – nur weil gegenüber meiner behandelnden onkologischen Praxis ein Gefängnis ist – ja auf was soll man sich eigentlich noch freuen, wenn einem selbst in einer Krebserkrankung nur schlechtes angedichtet wird?

Bitte beachten: Mir gehören auch die Domains www.schwedisches-welterbe.de, www.bunte-filmwelt.de und www.modellbahnzauber24.de.

Hätte man mich im Jahr 2008 oder auch im Jahr 2003 darauf angesprochen, hätte ich damals schon die Krankheitsunterlagen zu Veröffentlichung zur Verfügung stellen können. Ich habe inzwischen an verschiedenen Stellen die Befunde für meine Kontakte veröffentlicht, damit sie die Nachweise haben. 2016 und 2017 habe ich mir noch versucht, alles schön zu reden. Das ich allerdings bei einer Krebsbehandlung, wo die Befunde lange schon online sind, von einigen nicht beachtet werde, nur weil gegenüber meiner Praxis in der Rathenower Straße ein Gefängnis ist, ich aber nachweislich die onkologische Praxis seit Ende Dezember 2001 aufsuche, was also vielen auch bekannt ist, hat nun endgültig viel kaputt gemacht.

Übrigens steht es jedem Menschen frei, seinen Typ zu verändern

.­

Hätte ich seinerzeit um Erlaubnis fragen müssen, als ich mich zum Abschneiden der Haare entschlossen habe?

Auf meiner Facebook-Seite „Das Leben mit Krebs“ habe ich zu dieser Thematik noch ein Statement veröffentlicht. Da Krebs eine langwierige Behandlung erfordert, werde ich meine Praxis noch für mindestens drei – vielleicht sogar bis zu sieben Jahren regelmäßig aufsuchen. Leider war es nicht vorher zu sehen, dass sich einige meiner Hobbys als absolute Enttäuschung erweisen. Zum Fußball habe ich alle Social Media Seiten bereits geschlossen. Und obwohl man längst woanders ist, wird man noch über 15 Jahre von Ex-Arbeitgebern belästigt.